Sydney - Australische Forscher haben eine Entdeckung gemacht, durch die Alzheimer zwar nicht geheilt, möglicherweise aber aufgehalten werden könnte. Sie fanden heraus, dass Neurotoxine eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Demenz spielen, wie die Wissenschafterin Karen Cullen von der Universität Sydney am Donnerstag erklärte.

Die Chinolinsäuren seien zwar nicht die Ursache von Alzheimer, aber sozusagen "die Tatwaffe", sagte Cullen. Sie zerstörten die Nervenzellen im Gehirn und sorgten dadurch für die Verletzungen, die zu Verwirrung und letztlich zum Tod führten.

Die Entdeckung eröffnet neue Wege, den Verlauf der Krankheit möglicherweise zu verzögern: Versuche mit Medikamenten, die den Chinolinsäuren den Weg versperren könnten, laufen bereits, bisher allerdings noch nicht mit Alzheimer-Patienten. Zu dem Forschungsteam, das die Erkenntnisse über die Rolle der Chinolinsäuren gewann, gehören auch Wissenschafter des St. Vincent's Hospital in Sydney, der New South Wales University und der Hokkaido-Universität in Japan. (APA)