Wien - Etwas kräftiger als erwartet konnte der börsenotierte oberösterreichische Wasseraufbereiter BWT AG im 1. Halbjahr sein Ergebnis steigern. Das Konzern-EBIT legte um 8,8 Prozent auf 17,7 Mio. Euro zu, die von der APA befragten Analysten hatten im Schnitt einen Zuwachs von 2,7 Prozent auf 16,7 Mio. Euro prognostiziert.

Das Konzernergebnis nach Minderheiten erhöhte sich um 39,4 Prozent auf 12,2 Mio. Euro, das Ergebnis je Aktie betrug 0,68 (0,49) Euro je Aktie, wie das Unternehmen am Freitag ad-hoc bekannt gab.

Gruppenumsatz plus 1,3 Prozent Der konsolidierte Gruppenumsatz erhöhte sich um 1,3 Prozent auf 245,9 (242,7) Mio. Euro, erwartet worden war ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent auf 241,2 Mio. Euro. Der Personalstand im Konzern per 30.6. erhöhte sich um 141 Personen auf 2.837 (2.696).

Die Ergebnisse des 1. Halbjahres würden die Planungen des Vorstandes für 2005 bestätigen, hieß es weiter. Die BWT-Gruppe in ihrer jetzigen Form erwarte für das Gesamtjahr 2005 ein leichtes Umsatzwachstum auf mehr als 500 (488) Mio. Euro sowie ein überproportionales Ertragswachstum auf ein Konzernergebnis von mehr als 20 (16,8) Mio. Euro.

Börseneinführung der CWT Anfang November geplant

BWT spaltet das Industrie- und Kommunalgeschäft Aqua Systems Technologies (AST) ab und will diesen Geschäftsbereich - nach Genehmigung durch die Aufsichtsräte und Hauptversammlungen der BWT AG und der Tochter Christ Water Technology AG - unter der Marke "Christ" als "Christ Water Technology" (CWT) neben der BWT an der Wiener Börse platzieren. Der Abschluss aller rechtlichen Schritte der Transaktion sowie der Börseneinführung der CWT ist Anfang November 2005 geplant.

Bei erfolgreicher Realisierung werden die BWT AG-Aktionäre zusätzlich zu einer gehaltenen BWT-Aktie gratis eine CWT-Aktie erhalten, teilte BWT am Freitag ad hoc mit.

Startschuss im Juni

Mit der Unterzeichnung des Spaltungsvertrages durch den BWT- und den Christ-Vorstand am 27. Juni 2005 wurde der Startschuss für die Abspaltung der Aqua Systems Technologies (AST) gegeben. Sowohl Christ (Industrie) als auch BWT (Haustechnik) werden durch die Konzentration auf ihr jeweiliges Marktsegment und die gezielte Nutzung der Ressourcen sowie des Kapitalmarktes eine führende Rolle auf dem von Konsolidierung geprägten Wassermarkt spielen, erwartet das Unternehmen.

Die Best Water Technology-Unternehmensgruppe hat 70 Konzerngesellschaften und über 2.800 Mitarbeiter. Die zwei Geschäftsbereiche Aqua Ecolife Technologies und Aqua Systems Technologies beschäftigen sich mit Wassertechnologie, die Fuel Cell Membrane Technologies ist Lieferant leistungsfähiger Membranen für Brennstoffzellen. (APA)