Rom - Die italienischen Behörden befürchten ein neues Flüchtlingsdrama: Ein Boot mit 130 illegalen Einwanderern sei südlich der italienischen Insel Linosa spurlos verschwunden, berichteten italienische Medien am Freitag.

160 Flüchtlinge eines zweiten Bootes, das vor wenigen Tagen gleichzeitig von Libyen aus Richtung Italien gestartet war, erreichten trotz stürmischer See die kleine Insel nördlich von Lampedusa. Die Eritreer an Bord des zweiten Schiffes berichteten, bei stürmischer See hätten sie mehrere Flüchtlinge des anderen Bootes ins Meer fallen sehen, das anschließend in den Wellen verschwunden sei.

Militär und Küstenwacht suchten seither mit Flugzeugen und Schiffen nach Überlebenden, hieß es. "Aber bei diesem Sturm und Wellengang ist es fast unmöglich, diese 130 verzweifelten Menschen lebend zu finden", sagte ein Marineoffizier. Die 160 Geretteten seien vorübergehend in einer Turnhalle auf Linosa untergebracht worden und sollen sobald wie möglich in Aufnahmezentren auf Lampedusa oder Sizilien gebracht werden. (APA,dpa)