Wien - Einen Tag nach der Kritik des Rechnungshofs an den Verzögerungen beim Bau der Nordostautobahn (A6) teilte die Asfinag am Freitag mit, dass sich das 22 Kilometer lange Teilstück von der Ostautobahn (A4) zum Grenzübergang Kittsee "voll im Bau" befinde. Der vorgesehene Fertigstellungstermin Ende 2007 sei "nicht beeinträchtigt". Überdies konnte laut Asfinag eine Reduktion der Gesamtkosten von 185 auf 160 Mio. Euro erzielt werden.

Das Straßenprojekt ist in 14 Baulose unterteilt - inklusive der archäologischen Grabungsarbeiten - und umfasst insgesamt 37 Brückenobjekte. Die längste davon ist die Leitha-Querung mit einer Gesamtlänge von 410 Metern. Im Juni 2003 wurde die Nordostautobahn zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Die A6 war nach Angaben der Asfinag "das erste Straßenprojekt, für das die UVP weniger als ein Jahr gedauert hat".

Im Herbst 2005 folgen die Ausschreibungen für Bepflanzung, im kommenden Jahr jene für die Straßenausrüstung (Leitschienen, Lärmschutz, Bodenmarkierung) und Elektrotechnik (Notruf und Glatteiswarnanlage). Die geplante Fertigstellung Ende 2007 könne aus derzeitiger Sicht eingehalten werden. Eine wesentliche Einsparung hat sich laut Asfinag bei den Gesamtkosten ergeben: Diese waren ursprünglich mit 185 Mio. Euro veranschlagt und können nun auf Grund der Angebotsergebnisse auf 160 Mio. Euro reduziert werden, hieß es in einer Aussendung. (APA)