Khartum/Kairo - Einen Tag vor der geplanten Trauerfeier für den sudanesischen Vizepräsidenten John Garang haben Tausende Menschen im Südsudan Abschied von ihrem langjährigen charismatischen Anführer genommen. Unterdessen ließ Ugandas Präsident Yoweri Museveni erstmals anklingen, dass der Absturz, bei dem Garang gemeinsam mit 13 anderen Helikopterinsassen am Samstag getötet worden war, "möglicherweise kein Unfall" gewesen sei. Das berichtete der britische Sender BBC.

Museveni hatte ein internationales Expertenteam eingesetzt, das bereits den Flugschreiber gefunden hat. Garang hatte sich auf dem Rückflug von einem privaten Besuch bei Museveni befunden, der zu seinen engen Freunden zählte. Der Hubschrauber gehörte dem ugandesischen Präsidenten. Nach Medienberichten waren bei dem Todesflug nicht alle Sicherheitsvorschriften erfüllt worden.

Viele Südsudanesen wollen die offizielle Erklärung von einem Unfall wegen schlechten Wetters nicht glauben und gehen von einem Anschlag aus. In Folge dieser Gerüchte war es seit Anfang der Woche zu blutigen Ausschreitungen in Khartum und im Süden des Landes gekommen. Mindestens 130 Menschen kamen ums Leben, hunderte weitere wurden verletzt. (APA/dpa)