Toronto - Nach der Bruchlandung einer Air-France-Maschine im kanadischen Toronto liegen den Ermittlern offenbar erste Hinweise auf die Unglücksursache vor. Der Airbus A340 habe beim Landeanflug später auf der Rollbahn aufgesetzt, als es bei Maschinen dieser Größe üblich sei, teilten die Ermittler am Freitag mit.

Dies sei allerdings nur einer von zahlreichen Faktoren, die derzeit noch geprüft würden. Das aus Paris kommende Flugzeug war während eines Gewitters am Dienstagabend etwa 200 Meter über die Landebahn hinausgeschossen und in einen Graben gerast. Alle 297 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder wurden in Sicherheit gebracht, bevor die Maschine in Flammen aufging.

Das Gewitter sei offenbar nicht der Grund für die Bruchlandung gewesen, teilte der leitende Ermittler der kanadischen Verkehrssicherheitsbehörde, Real Levasseur, weiter mit. Zunächst hatte es Spekulationen gegeben, dass ein Blitz in die Maschine einschlug und damit das Unglück auslöste. Auch eine defekte Schubumkehr könne als Ursache für die Bruchlandung ausgeschlossen werden. Die Schubumkehr hilft beim Abbremsen eines Flugzeugs nach der Landung.

Es seien jedoch weitere Untersuchungen notwendig, räumte Levasseur ein. "Wir werden alle Teile dieses Puzzles zusammensetzen, um herauszufinden was passiert ist", sagte er. (APA/Reuters)