Rom - Die Suche nach einem vor der süditalienischen Insel Lampedusa vermissten Boot mit 130 Flüchtlingen ist eingestellt worden. Die Wetterbedingungen mit starkem Wind und hohen Wellen seien derzeit zu schlecht, um die Suchaktion fortzusetzen, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag.

Das Boot mit 130 illegalen Einwanderern war vor drei Tagen auf hoher See spurlos verschwunden. Ein zweites Boot mit rund 160 Eritreern, das gleichzeitig von Libyen aus gestartet war, hatte am Mittwoch die nördlich von Lampedusa liegende Insel Linosa erreicht.

Die Flüchtlinge berichteten der Küstenwacht, sie hätten mehrere Insassen des anderen Bootes ins Meer fallen sehen. Dann sei das Boot in den Wellen verschwunden. Militär und Küstenwacht hatten seither mit Flugzeugen und Schiffen nach Überlebenden gesucht. Ob die Suche bei besseren Bedingungen wieder aufgenommen werden soll, war unklar. (APA/dpa)