Wien - Die Regierung lasse es bei der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an der "notwendigen Ernsthaftigkeit" vermissen, meinte die Grüne Eva Glawischnig am Sonntag vor dem morgigen Beschäftigungsgipfel. VP-Generalsekretär Reinhold Lopatka warf wiederum der SPÖ wegen den Kritik an der Koalition "Ideen- und Einfallslosigkeit" vor. Und FP-Chef Heinz Christian Strache kritisierte wieder einmal BZÖ-Obmann Jörg Haider.

Die "Uneinigkeit und Scharmützel" innerhalb der Regierung seien "erbärmlich", meinte Glawischnig in einer Aussendung. Die Situation erfordere "keine Gipfel-Inszenierung und PR-Aktion sondern echte Maßnahmen". Man erwarten eine seriöse Diskussion der grünen Vorschläge im Parlament, weshalb man auch eine Sondersitzung des Nationalrates fordere.

Lopatkas Antwort in Richtung Opposition: Die Regierung habe bereits zahlreiche Initiativen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit gesetzt und werde diese auch fortsetzen.

Strache attackierte wiederum Haider wegen dessen Forderung, die nächste Steuerreform zum Teil über die Verstaatlichten-Holding ÖIAG zu finanzieren. Haider wolle offenbar auch noch den Rest des "österreichischen Familiensilbers verschleudern, um kurzfristige Entlastungen für die Bevölkerung zu erreichen". (APA)