Bei der Überflutung eines Bergwerks im Süden Chinas sind am Sonntag mehr als hundert Arbeiter eingeschlossen worden. Der Unfall habe sich in einem Schacht des Unternehmens Daxing Colliery in der Stadt Xingning in der Provinz Guangdong ereignet, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Insgesamt seien 103 Arbeiter von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte versuchten den Angaben zufolge, zu den Eingeschlossenen vorzudringen. Weitere Angaben lagen zunächst nicht vor. Chinesische Bergwerke zählen zu den gefährlichsten Arbeitsplätzen der Welt. Bei Grubenunglücken in der Volksrepublik kamen im ersten Halbjahr 2005 bereits etwa 2.700 Arbeiter ums Leben. In keinem anderen Land sterben so viele Bergarbeiter wie in der Volksrepublik. Der enorme Energiebedarf der rasant wachsenden chinesischen Wirtschaft ließ den Preis für Kohle zuletzt stark ansteigen. Angesichts der Profite vernachlässigen Minenbetreiber oftmals die Sicherheitsvorschriften. (APA/AFP)