Bagdad/Kairo/Dubai - Irakische Aufständische haben südlich von Bagdad auf fahrende Autos geschossen und mindestens sieben Iraker getötet. Etwa zwanzig weitere seien verletzt worden, wurde aus Kreisen der Polizei und der Krankenhäuser am Montag bekannt. Die Angreifer schlugen in Mussayib und Latifiya auf der Straße Richtung Kerbala zu. Es war zunächst nicht klar, ob die Angreifer bestimmte Opfer im Auge hatten. Die radikale Untergrundgruppe Ansar al-Sunna, die Verbindungen zur Terrororganisation Al-Kaida haben soll, hat nach eigenen Angaben einen irakischen "Spion" getötet, der den US-Truppen zugearbeitet habe.

Der Mann, Ihsan Abdelhedi Mohammed, habe zugegeben, für die US-Armee spioniert und ihr Informationen zugespielt zu haben, teilte Ansar al-Sunna am Sonntag im Internet mit. Dadurch seien mehrere "Jihad-Einsätze gescheitert". Das US-Militär habe dem Mann monatlich 10.000 Dollar (8100 Euro) für seine Dienste gezahlt. Zusammen mit der Erklärung waren der Studentenausweis und eine Berechtigungskarte für den Einlass zu einem US-Militärstützpunkt in Tikrit zu sehen. Die Gruppe hatte sich in der Vergangenheit zu etlichen Anschlägen im Irak und auch zu Morden an ausländischen Geiseln bekannt.

Unterdessen ist über Bagdad und Umgebung am Montag ein dichter Sandsturm hinweg gezogen. Die Sichtweite lag bei weniger als 200 Meter. Die Temperaturen steigen dabei deutlich über 40 Grad. Zahlreiche Menschen wurden mit Atembeschwerden in die Krankenhäuser gebracht. (APA/dpa)