Genua - Für den italienischen Erstliga-Aufsteiger FC Genoa bestehen keine Hoffnungen mehr, der norditalienische Traditionsverein muss in die dritte Liga absteigen. Dies wurde am Montag von der Berufungskommission des italienischen Fußballverbands (FIGC) beschlossen, die den Einspruch des Klubs gegen den Abstieg in die Serie C abwies.

Die Kommission ahndete mit ihrem Urteil die Spielmanipulation des Klubs mit dem AC Venezia am letzten Zweitliga-Spieltag der abgelaufenen Saison. Der 3:2-Sieg der Genuesen sicherte dem Klub den vermeintlichen Aufstieg in die Serie A nach zehnjähriger Erstliga- Abstinenz.

Manager und Präsident für fünf Jahre gesperrt

Genoas Präsident Enrico Preziosi und Manager Stefano Capozucca waren wegen dieser Spielabsprache bereits Ende Juli für jeweils fünf Jahre gesperrt worden. Diese Strafe wurde von der Berufungskommission des Fußballverbands nun bestätigt. Auch Venedigs Manager Francesco Dal Cin darf fünf Jahre lang keine Ämter im Profi-Fußball bekleiden. Venedigs Spieler Martin Lejsal und Massimo Borgobellow wurden für fünf bzw. sechs Monate gesperrt.

Am Sonntagabend war es in Alessandria zu einem heftigen Protest der Genoa-Fans gegen den Zwangsabstieg gekommen. Die Ultras aus Genua hatten mit Tränengas und bengalischen Feuern beim Cup-Spiel gegen Catanzaro in der 21. Minute beim Stande von 0:0 einen Abbruch provoziert. Genoa droht wegen dieser Ausschreitungen neben einer hohen Geldstrafe eine 0:3-Strafverifizierung. (APA)