Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: Reuters/Jarekji

Wien - Der Meteorschauer der so genannten Perseiden alljährlich Mitte August gilt als relativ verlässliches Himmelsspektakel. Für heuer wird der Höhepunkt laut Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien am 12. August erwartet. Mehr als eine Sternschnuppe pro Minute könnte zu sehen sein - freie Sicht auf den nächtlichen Himmel allerdings vorausgesetzt ...

Die Sternschnuppen der Perseiden sind alljährlich zu sehen, wenn die Erde die Bahn und somit die Staubspur des Kometen Swift-Tuttle kreuzt. Ein Teil der winzigen Schmutzteilchen gelangt dabei in die Erdatmosphäre und verglüht mit den bekannten Leuchterscheinungen, Sternschnuppen genannt. Generell ist die Dreckspur des Kometen nicht überall gleich, die Dichte der Partikel variiert. Dementsprechend sind auch die Meteorerscheinungen von Jahr zu Jahr unterschiedlich.

Durchschnittsjahr

2005 wird mit etwa 80 Sternschnuppen pro Stunde eher durchschnittlich sein, so Mucke. Trotz der jährlichen Schwankungen zählen die Perseiden zu den verlässlichsten Meteorschauern des Jahres. Die spektakulärsten sind dagegen die Geminiden im Dezember. Für die Nächte um den 12. August empfiehlt Mucke, "einfach in den Himmel zu schauen", die Schnuppen sind am ganzen Firmament möglich. Die besten Chancen auf Sichtungen hat man dabei kurz vor oder während der Morgendämmerung.

Wenig Chancen auf gute Sicht hat man in Städten. "Am besten sucht man sich einen abgelegenen, dunklen Ort", so Mucke. Ideal zur Beobachtung ist das Freiluftplanetarium Sterngarten Georgenberg in Wien-Mauer, das frei zugänglich ist. Am 12. steht ab 21.00 Uhr der Perseiden-Schauer auch auf dem Programm des Sternabends im Freiluftplanetarium.

Das Himmelsspektakel der Perseiden wurde bereits im Jahr 36 unserer Zeitrechnung von chinesischen Astronomen beschrieben. Der Name Perseiden rührt daher, dass die Sternschnuppen für den irdischen Beobachter aus dem Sternbild des Perseus zu kommen scheinen. (APA)