Wien – Österreichs Organisatoren sind schon Tage vor dem Ereignis euphorisch: Für den Weltjugendtag 2005 (WJT) der römisch-katholischen Kirche in Köln (16. bis 21. August) habe sich die bisher größte Zahl österreichischer Teilnehmer angemeldet. 3000 Jugendliche treten die Reise an. Der Grazer Weihbischof Franz Lackner hofft auf mehr: „Ich wäre nicht überrascht, wenn es 5000 werden“, sagte der „Jugendbischof“ am Dienstag.

Zum Vergleich: In Rom waren es vor fünf Jahren 2000, in Toronto (2002) „nur“ tausend. Das Hauptkontingent stellt heuer mit 1100 Teilnehmern Wien, 500 Jugendliche werden aus der Steiermark anreisen, 420 aus Tirol und 350 aus Salzburg. „Schlusslicht“ ist das Burgenland mit 35 Teilnehmern.

Erstmals wird es beim WJT ein eigenes so genanntes Österreich- Café geben. Es wird in der Düsseldorfer Dreifaltigkeitspfarre untergebracht sein und soll als Anlaufpunkt für etwaige Notfälle wie auch als Veranstaltungsort dienen, erklärt Nationalkoordinatorin Maria Hieslmayr.

Erste Auslandsreise

Insgesamt werden rund 400.000 Jugendliche am Programm des WJT mit Domwallfahrt, Glaubensunterweisungen, Beichte und Abendgebet mit dem Papst, aber auch mit Konzerten und Ausstellungen teilnehmen. Für Papst Benedikt XVI. ist es die erste Auslandsreise. Er wird am 18. August erwartet. Zu seiner Messe am Sonntag, den 21. August, werden bis zu eine Million Gläubige erwartet.

Geschätzt wird, dass das Kirchenfest rund 100 Millionen Euro kostet; die Veranstalter wollen am Ende trotzdem eine „schwarze Null“ schreiben. Fast die Hälfte der Gesamtkosten (40 Prozent) sollen durch die Teilnehmer direkt aufgebracht werden, die Pilger-Pakete mit Übernachtung, Verpflegung und Verkehrstickets für 40 bis 169 Euro kaufen können. 30 Prozent der Gesamtkosten tragen die deutschen Bistümer. Lediglich ein geringer Teil, 15 Prozent, kommt aus öffentlichen Kassen. (APA, pm, DER STANDARD Printausgabe, 10.08.2005)