Paris - Bei der Rückkehr von Zinedine Zidane in die französische Nationalelf war nun doch keine Mystik im Spiel. Der Fußballstar lüftete am Mittwoch das Geheimnis um die mysteriöse Stimme, die ihm das Comeback befohlen hatte: Es war die Stimme seines Bruders, wie der 33-jährige Mittelfeldstar von Real Madrid auf seiner Homepage erklärte.

Falsche Interpretation

Seine Äußerung in einem Interview der Zeitschrift "France Football" sei falsch interpretiert worden. Er habe eindeutig von einer Person und nicht von etwas Religiösem oder Mystischem gesprochen. Das Magazin hatte Zidane mit den Worten zitiert: "Eines Nachts gegen drei Uhr wachte ich plötzlich auf und habe mit jemandem gesprochen. Ich musste dieser Stimme gehorchen, die mich anwies."

Diese Stimme habe ihm die Rückkehr in die französische Nationalelf befohlen, aus der er sich im vergangenen Sommer zurückgezogen hatte. In der vergangenen Woche hatte Zidane seine Rückkehr angekündigt, um dem Team bei der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu helfen.

Geheimnis verraten müssen

Mit der Erklärung hat Zidane seinen Vorsatz gebrochen, den Ursprung der Stimme zu verraten: "Bis zu meinem letzten Atemzug werde ich es nicht sagen. Es ist zu intensiv", wurde er in dem Interview zitiert. Die Fehlinterpretationen hätten ihn jetzt jedoch dazu gezwungen, sein Geheimnis preiszugeben, stellte er auf seiner Homepage klar. Angesichts der Reaktionen werde er sich künftig in Interviews zurückhalten und nur noch das Nötigste sagen.

Zidane, Weltfußballer der Jahre 1998, 2000 und 2003, wird am 17. August im Freundschaftsspiel gegen die Elfenbeinküste sein Comeback geben. "Wenn wir uns für die WM in Deutschland qualifizieren, werde ich meine dritte Weltmeisterschaft spielen", hatte Zidane in dem Interview versprochen. Wenn er seine Karriere im Nationalteam beende, werde er auch ganz mit dem Fußball aufhören, fügte er an. (APA)