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Die Uran-Anreicherungs-Anlage in Isfahan darf entsiegelt werden.

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Wien/Teheran - In der iranischen Atomanlage Isfahan haben Arbeiter am Mittwochnachmittag damit begonnen, die verbliebenen Siegel der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) zu entfernen. Das teilte IAEO-Sprecher Mark Gwozdecky in Wien mit. Die IAEO hatte nach Angaben aus Teheran zuvor schriftlich die Erlaubnis zum Entfernen der Siegel gegeben.

"Sie haben begonnen, die Siegel aufzubrechen. Sie werden alle Siegel aufbrechen und beginnen, die gesamte Anlage in Betrieb zu nehmen", so Gwozdecky. Auch von iranischer Seite wurde der Beginn der Entsiegelung verlautbart. "Die Entfernung der Siegel in der Anlage von Isfahan hat in Anwesenheit von Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde begonnen", sagte der stellvertretende Chef der iranischen Atombehörde, Mohammed Saidi.

Überwachungskameras angebracht

"Vor ein paar Minuten haben wir ein Schreiben von der IAEO erhalten, das uns autorisiert, die Siegel von der Anlage in Isfahan zu entfernen", erklärte zuvor der Vizechef der iranischen Atombehörde, Saidi. Zwei Stunden vorher wurde demzufolge dort die Installation von Überwachungskameras der Internationalen Atomenergiebehörde abgeschlossen. "Die IAEO-Inspektoren werden die Entfernung der Siegel beaufsichtigen", fügte Saidi hinzu.

Die Siegel wurden den Angaben zufolge um 17:00 Uhr Ortszeit (14:30 Uhr MESZ) entfernt. Am Montag hatte der Iran Aktivitäten in nicht versiegelten Teilen der Anlage bei Isfahan nach rund acht Monaten wieder aufgenommen. Der heikelste Teil des iranischen Atomprogramms befindet sich nicht in Isfahan - wo nur die Uran-Umwandlung in das Gas Hexafluorid stattfindet - sondern in Natanz, wo das spaltbare Uran-235 in Gaszentrifugen angereichert wird. (APA/Reuters)