Wien/Wattens - Fragen der Architekturausbildung stehen im Mittelpunkt der am 19. und 20. August stattfindenden fünften Alpbacher Architekturgespräche. Angesichts steigender Arbeitslosigkeit unter Architekten und einer scheinbar immer größer werdenden Kluft zwischen universitärer Ausbildung und den Erfordernissen des Bauwesens wollen man klären, welche Ausbildungsmodelle zeitgemäß sind und was sich Bauherren und Arbeitgeber von Universitäts-AbsolventInnen erwarten, hieß es am Mittwoch seitens der Veranstalter.

Am 19. August ist am Vormittag eine Podiumsdiskussion geplant, in deren Rahmen auch die beiden österreichischen Initiativen "Architektur - Technik und Schule" und "Raum spüren - (be)greifen bauen" vorgestellt werden, die sich an Schulkinder richten. Als Diskutanten werden u.a. der Erziehungswissenschafter Wolfgang Böttcher, die Autorin und Professorin Alison Wolf sowie die Gymnasial-Direktorin Heidi Schrodt erwartet. Am Nachmittag geht es um die Anforderungen des heutigen Bauprozesses an die Architekten. Dazu werden u.a. der amerikanisch-niederländische "Architekturpapst" Aaron Betsky, Siegfried Loos von der IG Architektur und Michaela Mischek-Lainer von der Mischek-Gruppe erwartet. Für Freitag Abend ist eine Vorlesung mit Meinhard von Gerkan geplant.

Ausschreibung für Stipendium

Am zweiten Tag sollen im Congress Centrum Alpbach unterschiedliche europäische Ausbildungsmodelle miteinander verglichen werden. U.a. stellen ESARQ, Barcelona, die Technische Universität Innsbruck, das Berlage Institute, Rotterdam, die Universität Ljubljana und die ETH Zürich ihre Konzepte vor. Es moderiert Christian Kühn von der Technischen Universität Wien.

Junge Architekten (Studierende oder Absolventen unter 35 Jahren) konnten sich im Vorfeld für vom Forum Alpbach, ATP Achammer Tritthart & Partner sowie D. Swarovski & Co. ausgeschriebene Teilnahme-Stipendien bewerben. Sie umfassen die Teilnahmegebühr sowie die Kosten für drei Übernachtungen am Tagungsort. (APA)