Belgrad - Die serbischen Behörden haben am Mittwoch 81 Leichen von Kosovo-Albanern, die 1999 getötet worden waren, an die UNO-Verwaltung (UNMIK) in der südserbischen Provinz übergeben. Die identifizierten Überreste stammen aus drei Massengräbern in Serbien, eines davon vor den Toren Belgrads, wo sie illegal verscharrt worden waren. Von den insgesamt 836 Opfern serbischer Truppen aus dem Kosovo sind bis jetzt 566 identifiziert worden. Ognjen Gagic, Chef der serbischen Vermisstenkommission, kündigte an, dass bald Exhumierungen im Kosovo beginnen würden, wo in zwei Massengräbern bis zu 80 Leichen von Serben und anderer Nicht-Albaner vermutet werden, die 1998/99 Opfer albanischer Freischärler wurden. (APA/dpa)