Brüssel - Wenige Wochen vor den Parlamentswahlen in Afghanistan hat die NATO 2000 zusätzliche Soldaten in das Land geschickt. Die niederländischen, spanischen und rumänischen Truppen seien nötig, um für Sicherheit während der Wahlen am 18. September zu sorgen, sagte ein NATO-Vertreter in Brüssel. Die neu eingetroffenen Soldaten sollen die rund 8000 Männer und Frauen umfassende Internationale Schutztruppe für Afghanistan (ISAF) unterstützen. Die ISAFwurde nach dem Sturz des Taliban-Regimes 2001 durch die US-Armee vorrangig rund um die Hauptstadt Kabul stationiert. Neben der NATO-geführten Schutztruppe sind in dem Land etwa 28.000 US-Streitkräfte im Einsatz, die landesweit gegen Aufständische kämpfen. Auch Österreich schickte im Vorfeld der Wahlen 93 Soldaten, die im Rahmen des Wiederaufbauteams wirken werden und dem deutschen Kontingent unterstellt sind. Über die geplante Ausweitung des deutschen Kontingents von derzeit rund 2250 auf 3000 Soldaten ist noch nicht entschieden. Etliche deutsche Soldaten sind in Afghanistan bereits ums Leben gekommen. (APA/Reuters)