Graz - Wie erst jetzt bekannt geworden ist, hat sich Ende Juli im südsteirischen Leibnitz ein brutaler Zwischenfall ereignet. Nach Angaben der Sicherheitsdirektion für Steiermark wurde ein 20 Jahre alter Bursch von fünf Skinheads halb tot geprügelt. Der Kfz-Mechaniker, der ein Blutgerinnsel im Gehirn erlitt, dürfte bleibende Schäden davontragen. Die mutmaßlichen Täter wurden angezeigt.

Vor Lokal auf Opfer eingeprügelt

Der Zwischenfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden am Hauptplatz von Leibnitz. Der 20 Jahre alte Stefan R. und sein ein Jahr älterer Freund David S. trafen vor einem Lokal auf eine Gruppe von sechs Burschen. Nach einer wörtlichen Auseinandersetzung schlugen und traten die zwischen 19 und 21 Jahre alten Männer - darunter fünf ortsbekannte Skinheads - plötzlich auf den 20-Jährigen ein. Sie gingen so brutal vor, dass ihr Opfer bewusstlos auf der Straße liegen blieb.

Ohne sich um den Verletzten zu kümmern, flüchteten die Schläger. Sein Freund verständigte die Einsatzkräfte. R. wurde mit schwersten Kopfverletzungen ins LKH Wagna eingeliefert. Nach Aussage der behandelnden Ärzte sind die Verletzungen so gravierend, dass bleibende Schäden nicht ausgeschlossen werden könnten. Der Südsteirer soll seit der Prügelattacke an Sprachstörungen und epileptischen Anfällen leiden. An den Vorfall selbst könne er sich gar nicht erinnern.

Ortsbekannte Rechtsextreme

Die fünf Skinheads sowie ein arbeitsloser 21 Jahre alter Steirer konnten als mutmaßliche Täter ausgeforscht werden. Sie wurden wegen absichtlich schwerer Körperverletzung und Raufhandel auf freiem Fuß angezeigt. Gegen die fünf Rechtsextremen, die wegen ihrer Handlungen bereits ortsbekannt sind, wurden auch Ermittlungen wegen strafbarer Handlungen nach dem NS-Verbotsgesetz eingeleitet. (APA)