Wien - Roland Linz hat schon wieder genug von Violett und möchte Austria Magna neuerlich verlassen, nachdem er erst zu Saisonbeginn von Sturm Graz zu den Wienern zurückgekehrt war. Der Jungstürmer stößt sich am von Trainerduo Stöger/Schinkels praktizierten Rotationsprinzip - laut Linz im Hinblick auf die EM 2008 eine Gefahr für seine Teamkarriere. "Wir respektieren das, können seine Unzufriedenheit aber nicht ganz nachvollziehen", sagt Sportdirektor Peter Stöger.

Sollte Linz aber einen kaufwilligen Verein bringen und die Austria bis 31. August (Transferschluss) einen adäquaten Ersatz finden "können wir darüber reden", meinte Stöger, und Klubmanager Markus Kraetschmer fügte hinzu: "Linz hat mit uns noch einen Vertrag bis 2006, kostet also Ablöse." In kurzer Abfolge war Stürmer zuletzt für Admira, Nizza und Sturm engagiert.

Nach dem Wiener Derby gab es ein Gespräch der Vereinsvertreter mit ihrem Arbeitnehmer, in dessen Verlauf versucht wurde, Linz Sicherheit zu vermitteln. Stöger: "Er hat von unserer Seite das volle Vertrauen, und ich sehe, dass er für die Austria weiterhin 100 Prozent gibt." Kraetschmer bezeichnet den bald 24-Jährigen als "vollwertigen Kaderspieler." In den bisherigen fünf Saison-Spielen kam der vier Mal (insgesamt 219 Minuten) zum Einsatz.

Interesse gibt es angeblich bereits aus Graz: Sowohl Sturm als auch der GAK sollen sich in diese Richtung geäußert haben.

Safar bleibt gesetzt

Szabolcs Safar hat mit Rotation derzeit nichts zu tun. Der Goalie bleibt bis auf weiteres die Nummer eins der Austria. Die Sperre von Kollege Didulica endet nach dem Spiel am Sonntag gegen Sturm, er muss sich zunächst aber hinten anstellen. Leistet sich Safar keinen Lapsus, ist er gesetzt. Joachim Parapatits stößt von den Amateuren zu den Profis, der Stürmer habe sich seine "Beförderung" erarbeitet und redlich verdient, heißt es in Favoriten. (red/APA)