• Rapid - Austria:

    Josef Hickersberger (Rapid-Trainer): "Für mich war es ein tolles Derby, das Tempo war hoch und es gab sehr gute Aktionen. Es war wieder ein enges Spiel, entscheidend war, dass wir bei etlichen Situationen auch Glück gehabt haben. Nach dem schlechten Beginn mit dem Freistoßtor, bei dem sich die Mauer aufgelöst hat, haben wir das Match gegen einen sehr starken Gegner noch umgedreht. Der Sieg ist vor dem Spiel gegen Lok Moskau für das Selbstvertrauen sehr gut."

    Peter Stöger (Austria-Trainer): "Auch für mich war es ein sehr gutes Derby, das Beste seit längerer Zeit. Rapid ist nach dem Rückstand zurückgekommen und hat den Sieg dann auch einfach verdient, wenngleich wir mehrere gute Chancen hatten. Rapid hat endlich wieder ein Derby gewonnen, das muss man zur Kenntnis nehmen, auch wenn mir dieser Niederlage natürlich nicht gerade gelegen kommt."

    Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): "Heute haben wir eine sehr gute Rapid-Elf in einem sehr guten Spiel gesehen, in dem die richtige Mannschaft gewonnen hat. Nach dem unglücklichen 0:1 sind wir sehr gut zurückgekommen, haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Den Elfmeter wollte ich zunächst schießen, habe aber dann gesehen, dass es auf das Tor ist, wo ich gegen Pasching einen vergeben habe und habe Jozef Valachovic schießen lassen, der auch einmal einen Freistoß schießen will, die habe aber alle ich getreten."

  • Sturm Graz - Salzburg:

    Michael Petrovic (Sturm-Trainer): "Wir haben taktisch sehr sehr gut gespielt. Wenn zwei gute Mannschaften gegeneinander spielen, gibt es nie so viele Torchancen. Heute wollte keiner mehr riskieren. Wer gegen diese Salzburger Mannschaft spielt, muss mit einem Punkt zufrieden sein. Salzburg hat praktisch keine Chancen gehabt. Genau so muss man spielen. Das ist ein großer Punkt für uns. Wir wollen weiter ungeschlagen bleiben und haben keine Angst vor irgendeinem Gegner."

    Kurt Jara (Salzburg-Trainer): "Vor dem Spiel war klar, dass wir zu null spielen wollten. Nur so kann man auch nach vorne mehr tun. Wenn man sieht, wer bei uns in der Offensive gefehlt hat, war nicht viel mehr möglich. Wir haben heute nicht allzu viele Probleme gehabt, darauf kann man aufbauen. Man kann nicht auf einen Knopf drücken und ist plötzlich eine Spitzenmannschaft. Wir haben sehr gute Spieler, aber Niederlagen gehen auch nicht spurlos an uns vorüber. Das hat man bei einigen Szenen gesehen."

    Jürgen Säumel (Sturm-Kapitän): "Salzburg hat sehr diszipliniert und in der Defensive konzentriert gespielt. Deswegen hat heute einfach nicht mehr herausgeschaut. Wir sind reifer als letztes Jahr, haben uns gut verstärkt. Wir haben jetzt eine kleine ungeschlagene Serie gestartet, die wir auch bei der Austria fortsetzen wollen. Das traue ich uns zu."

    Roland Kirchler (Salzburg-Ersatzkapitän): "Sturm ist noch ungeschlagen. Sie sind eine kompakte Mannschaft, die einen gepflegten Fußball spielt und nicht wahllos Bälle wegschießt. Nach vorne war das bei uns natürlich ein bisschen zu wenig, aber zu Hause machen wir schon wieder unsere Tore. Für uns war es jetzt einmal wichtig, dass wir kein Tor bekommen haben. Zuletzt waren es ja fünf in zwei Spielen. Auswärts muss hinten die Null stehen."

    Hannes Kartnig (Sturm-Präsident): "Es war mehr drinnen, aber das ist eine Trainer-Sache. Ich hätte ein bisschen mehr riskiert. Uns fehlt ein Spielgestalter."

  • Ried - GAK:

    Heinz Hochhauser (Ried-Trainer): "Das war der bisher schwerste Sieg der laufenden Meisterschaft. Spielentscheidend waren natürlich der Ausschluss für Sick und der Freistoß von Rasinger. Die Rote Karte war gerechtfertigt, denn auch gleiche Höhe bedeutet letzter Mann. Ich hoffe, dass wir auch in unserem nächsten Heimspiel gegen Rapid die Weiße Weste behalten."

    Walter Schachner (GAK-Trainer): "Wir haben individuelle Fehler gemacht und Ried zwei Tore geschenkt. Aber Hut ab vor dem Kampfgeist der Rieder. Nach dem ungerechtfertigten Ausschluss war es schwer, ich habe dennoch eine irrsinnige Steigerung meiner Mannschaft gegenüber dem Mattersburg-Spiel gesehen. Ich habe Ehmann als Mittelstürmer nach vorne geschickt und wir haben Ried in Bedrängnis gebracht."

    Zu den Gerüchten, wonach Pasching-Coach Georg Zellhofer als Nachfolger beim GAK im Gespräch ist, meinte Schachner: "Ich habe mit Präsident Harald Sükar über einen Zehnjahresvertrag gesprochen. Es kann sein, dass ich ihn annehme."

  • Wacker Tirol - Pasching:

    Stanislaw Tschertschessow (Tirol-Trainer): "Gegen diese kompakte Mannschaft muss man ein 0:2 erst einmal aufholen. Das war ein Riesenhandicap für uns. In der ersten Hälfte haben wir 'Hurra'-Fußball gespielt und dem Gegner zu viel Platz gelassen. Das 1:2 kam dann genau zum richtigen Zeitpunkt, aber ich spüre auch, dass diese Mannschaft schön langsam immer mehr zusammenwächst. Mit so einer Reaktion wächst ein Team mehr als mit einem einfachen 5:0-Sieg."

    Georg Zellhofer (Pasching-Trainer): "Wir haben sehr engagiert begonnen und haben schnell mit 2:0 geführt. Den Anschlusstreffer durch Aganun haben wir dann genau zum ungünstigsten Zeitpunkt - kurz vor der Pause - bekommen. Das war ein dummes Tor. Wenn wir das nicht bekommen hätten, hätte Tirol nach der Pause aufmachen müssen und wer weiß, wie es dann ausgeschaut hätte. Wir hätten den Sack zumachen können. Insgesamt haben wir uns aber recht gut verkauft. Im Großen und Ganzen kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen."

  • Admira - Mattersburg:

    Dominik Thalhammer (Admira-Trainer): "Wenn man so ein Tor, wie wir zum 0:1, bekommt, kann man in der Bundesliga nicht gewinnen. So ein Tor bekommt nur eine Schülermannschaft. Das ich nach fünf Runden und null Punkten unter Druck stehe, ist normal. Das sind die Mechanismen des Geschäfts. Ich bin aber überzeugt, dass ich den Karren aus dem Dreck ziehen kann."

    Thomas Mandl (Admira-Torhüter): "Es war ein unberechtigter Elfer, wie schon gegen den GAK. Ich habe mich nur verbal an Didi Kühbauer abreagieren müssen, weil wenn ich den Schiedsrichter schimpfe, bekomme ich die Rote Karte."

    Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Ich denke, dass uns heute der Knopf aufgegangen ist. Gott sei Dank haben wir aus einer Standardsituation für die Entscheidung gesorgt. In den vergangenen Runden haben nämlich wir durch Standardsituationen entscheidende Tore erhalten."

    Dietmar Kühbauer (Mattersburg-Kapitän): "Für uns war es ein sehr wichtiges Spiel, wir wollten unbedingt gewinnen. Nach meinem vergebenen Elfer hat die Mannschaft Charakter gezeigt. Nach dem Elfer hat mich Thomas Mandl beleidigt (der Admira-Keeper sah Gelb/Anmerkung). Er hätte eigentlich froh sein sollen, dass ich daneben geschossen habe, weil gehalten hätte er ihn eh nicht. Bei unserem entscheidenden Tor zum 2:1 hat er sich dann aber eh wieder gut verhalten." (APA)