Dornbirn - Wenn das Impuls-Festival als eine Veranstaltung für Internationales Straßentheater angekündigt wird, ist das eigentlich eine richtige Untertreibung. Im Stadtzentrum von Dornbirn kommen an insgesamt drei Tagen alle möglichen darstellerischen Genres zur Aufführung, die unter freiem Himmel überhaupt nur irgendwie spielbar sind. Das breite Spektrum reicht von der Akrobatik über die Pantomime bis hin zum regulären (Tanz)Theater.

Da wird etwa Pierre Pélissier, alias Monsieur Colbuto, als Stehaufmännchen mit Kugelbauch durch die Gassen rollen. Oder die Gruppe Osadia aus Spanien: Sie übt die Kunst der Frisurenperformance und zaubert den Menschen ausgefallene Frisuren auf die Köpfe. Die in Berlin gegründete Truppe Grotest Maru wird des weiteren szenisches Theater an der Schwelle zur Tanzperformance zeigen. Lange Arme kriegen dann wiederum die Trapezkünstler Les P'tits Bras aus Frankreich, etc.

Bereits zum 17. Mal findet das Impuls-Festival heuer statt, aber es hat in den vergangenen Jahren leider unschöne Diskussionen über die Finanzierung desselben gegeben. Sogar von Schließung war bereits die Rede. Zwar wird das Impuls nun vorerst weiterhin Dornbirns Innenstadt verzaubern, aber im Vergleich zu früheren Jahren verringert zu einer deutlich abgespeckten Drei-Tages-Variante. (mh/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 12.8.2005)