Bagdad - Die irakische Al-Kaida-Gruppe um den Extremistenführer Abu Musab al-Zarqawi hat all jenen mit dem Tod gedroht, die sich an der Ausarbeitung und Verabschiedung einer Verfassung für das Land beteiligen. "Das islamische Sharia-Gericht hat beschlossen, dem Befehl Gottes zu folgen und jeden zu töten, der sich anmaßt, Partner Gottes sein zu wollen und eine null und nichtige Verfassung auszuarbeiten", heißt in einer am Donnerstag im Internet veröffentlichten Erklärung, deren Echtheit zunächst nicht bestätigt werden konnte. Zudem kündigte die Gruppe Anschläge auf die Wahlbüros an, in denen die Iraker nach bisheriger Planung Mitte Oktober bei einem Referendum über die Verfassung abstimmen sollen. Zur Zeit debattiert der irakische Verfassungsausschuss noch den Entwurf des Grundgesetzes, ab 15. August soll das Parlament über die neue Verfassung beraten. (APA)