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200m: Ein Zieleinlauf mit leichten Vorteilen für US-Sprinter.

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Diskus: Franka Dietzsch (GER) in Aktion.

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Hürdensprint: Michelle Perry (USA) unmittelbar nach der Action.

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Helsinki - Mit einem Vierfachtriumph der USA und Justin Gatlin als Doppelweltmeister sind am Donnerstag die 200 m der Männer bei den X. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Helsinki zu Ende gegangen. Der 23-Jährige New Yorker schaffte damit als erst zweiter Athlet nach Maurice Greene 1999 in Sevilla das Sprint-Double bei Freiluft-Titelkämpfen.

Erster WM-Vierfachtriumph überhaupt

Gatlin gewann in 20,04 Sekunden vor Wallace Spearmon (20,20), John Capel (20,31) und Tyson Gay (20,34). Es war der erste Vierfachtriumph einer Nation bei Weltmeisterschaften überhaupt. Gatlin hatte nach dem 100-m-Triumph angekündigt, in Helsinki insgesamt drei Goldmedaillen holen zu wollen. Nun fehlt nur noch Gold mit der Staffel über 4 x 100 m.

Rens Blom mit 5,80 m zu Stabhoch-Gold

Für die Niederlande gab es am sechsten Wettkampftag überraschend einen Titel im Stabhochsprung, es war das erste Gold für das Königreich bei Weltmeisterschaften überhaupt. Der 28-jährige Rens Blom überquerte 5,80 m, seine Bestleistung steht seit 2004 bei 5,81. 2003 war er Bronzemedaillengewinner bei den Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham. Silber ging an den US-Amerikaner Brad Walker (5,75), Bronze an den Russen Pawel Geraschimow (5,65).

"Ich habe schlecht angefangen, ich mag diese Verhältnisse nicht, Wind, Regen, Kälte", sagte Blom, der erst im dritten Versuch über 5,50 m gekommen war. "Da war auch ein bisschen Glück dabei. Über 5,80 war es dann leichter. Ich bin überglücklich."

Michelle Perry Hürdensprint-Siegerin

Im Hürdensprint der Damen ging die Goldmedaille in 12,66 Sekunden an die 26-jährige US-Amerikanerin Michelle Perry, seit Mai ein Schützling des österreichischen Managers Robert Wagner. Sie setzte sich vor den zeitgleichen Jamaikanerinnen Delloreen Ennis-London und Brigitte Foster-Hylton (je 12,76) durch. Perry hatte sich erst im Juni für die 100 m Hürden und gegen den Siebenkampf bei der WM entschieden.

Franka Dietzsch gewann Diskusbewerb

Den Diskusbewerb der Frauen gewann die Deutsche Franka Dietzsch mit der Saisonbestleistung von 66,56 Metern. Sie setzte sich vor der Russin Natalja Sadowa (64,33) und der Tschechin Vera Pospisilova-Cechlova (63,19) durch. Die 37-jährige Dietzsch ("Normalerweise hasse ich den Regen, aber seit heute liebe ich ihn") holte bei ihrer achten WM-Teilnahme nach 1999 in Sevilla den zweiten Titel. Dreisprung-Gold der Männer ging an Walter Davis (17,57 m), womit die USA nun schon bei neun Titeln halten.

Die Donnerstagabend-Session hatte mit einer Trauerminute für die Toten des Hubschrauberunglücks vor der estnischen Ostseeküste am Mittwoch begonnen. Zwölf Passagiere aus Finnland, Estland und den USA und zwei Crewmitglieder waren ums Leben gekommen, als das Fluggerät kurz nach dem Start von Tallinn nach Helsinki in das Meer stürzte. Die Absturzursache ist noch ungeklärt. (APA)