Regensburg/München - Der Rohrbomben-Attentäter von Barbing, der sich am Freitag versehentlich in die Luft gesprengt hat, handelte offenbar aus Eifersucht. Wie die Staatsanwaltschaft Regensburg und das bayerische Landeskriminalamt (LKA) am Samstag mitteilten, dürfte das Motiv des 67-Jährigen aus München in dessen persönlichen Lebensumfeld zu suchen sein.

Der 66-jährige Deutsch-Türke, dem der Mordanschlag gegolten hatte, lebte demnach mit der Ex-Lebensgefährtin des Münchners zusammen. Der 67-Jährige war in der Nacht auf Freitag ums Leben gekommen, als er zwei selbst gebaute Bombe unter einem Kleintransporter des 66-Jährigen vor dessen Haus in Barbing anbringen wollte. Bei der Anbringung der zweiten Bombe sei diese explodiert und habe den Täter getötet, hieß es. Insgesamt hatte der Attentäter offenbar mindestens acht Sprengkörper gebaut.

Anrainer alarmierten Polizei

Anwohner waren am Freitag durch den lauten Knall um zwei Uhr morgens aufgeschreckt und hatten die Polizei alarmiert. Die Ermittler fanden den Toten zwischen zwei Autos. Das Haus in der Oberpfälzer Ortschaft wurde in einem Umkreis von tausend Metern abgesperrt. Einer der Sprengsätze wurde mit Hilfe eines Roboters kontrolliert gesprengt.

In München räumte das LKA das Wohnhaus des Täters und fünf benachbarte Gebäude. Im Hof des Wohnhauses fand die Polizei in einer Garage zwei Rohrbomben und weiteres verdächtiges Material. (APA/dpa)