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Foto: EPA/Marcel Mettelsiefen
Genf - Die Vereinten Nationen (UN) haben dringend zu Nahrungsmittelhilfen für das afrikanische Mali aufgerufen, um dort eine ähnliche Hungerkatastrophe wie im benachbarten Niger zu verhindern. "Wir müssen von dem Geschehen in Niger lernen und die Situation nicht schlimmer werden lassen", sagte Christiane Berthiaume, Sprecherin des Welternährungsprogramms (WFP) der UN, am Freitag in Genf.

Situation verschlimmert sich

"Wir rufen die Geber auf, jetzt zu handeln und nicht so lange zu warten, wie sie beim Niger gewartet haben. Denn die Situation (in Mali) verschlimmert sich." Derzeit würden Pläne zur Versorgung von 1,2 Millionen Menschen in Mali überarbeitet, die vom Hunger bedroht seien.

In der vergangenen Woche hatte die UN darauf verwiesen, dass Millionen Menschen im Niger, in Mali, Mauretanien und Burkina Faso angesichts von Heuschreckenplagen und Trockenheit Hunger litten. Deshalb hatte das UN-Programm seine Hilfen-Forderung auf 81 Millionen Dollar (65,0 Mio. Euro) verfünffacht.

Mit den neuen Plänen für Mali werde diese Summe aber überschritten werden, hieß es am Freitag. Das WFP erklärte zudem, die Hilfen für Millionen Menschen im Sudan seien ins Stocken gekommen, weil es einen Mangel an Bargeld gebe und die Logistik teils zusammengebrochen sei. (APA/Reuters)