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"Marcbot"-Vorführung im Pentagon.

Foto: Reuters
Washington - Die US-Streitkräfte im Irak wollen künftig mit Hilfe von Robotern nach am Straßenrand versteckten Sprengsätzen suchen. 30 Spezialroboter seien bereits auf dem Weg in den Irak, sagte Oberst Gregory Tubbs am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten in Washington. Rund 200 weitere sollten in den kommenden sechs Monaten in die Region geschickt werden.

Gelenkarm mit Kamera

Die 8.000 Dollar (6,422 Euro) teuren Suchroboter vom Typ "Marcbot" sind kleine Fahrzeuge, die an einem Gelenkarm mit einer Kamera ausgestattet sind. Sie können aus einer Entfernung von mehreren hundert Metern ferngesteuert werden. Die Roboter können in Tierkadavern oder Plastiktüten am Straßenrand versteckte Sprengsätze erkennen, diese aber nicht entschärfen.

Robotermodell "Toughbot"

Die von Tubbs geleitete Sondereinheit zur Entwicklung technischer Lösungen für Armeeeinsätze im Irak und in Afghanistan stellte außerdem das Robotermodell "Toughbot" vor, das bei Razzien in Häusern eingesetzt werden kann. Der mit zwei Kameras ausgestattete Roboter kann demnach statt eines Soldaten als Vorhut in ein Haus geschickt werden und das Innere erkunden. Die Sondereinheit arbeitet den Angaben zufolge auch an der Entwicklung von Mini-Fluggeräten, die Soldaten im Straßenkampf helfen sollen, schwer einsehbare Ecken zu überprüfen.

Die Geräte würden im Irak bislang nicht eingesetzt, weil den meisten Soldaten die Zeit für die mehrwöchige Schulung fehle, sagte Tubbs. (APA)