Wien - Schuld an jenem Flugzeugunglück, bei dem nahe Athen 121 Menschen ums Leben kamen, dürfte griechischen Medienberichten zufolge ein Defekt der Klimaanlage gewesen sein. Diese komplizierte Klimaanlage ist während des Fluges für die Regulierung des Luftdrucks und der Temperatur in der Kabine verantwortlich.

Moderne Passagierflugzeuge sind in einer Höhe von zehn bis 13 Kilometern unterwegs. In dieser Höhe droht einem Menschen ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung binnen kurzer Zeit Bewusstlosigkeit und Tod. Deshalb so erklärte Johannes Davoras, Sprecher von Austrian Airlines, gegenüber der APA seien die Klimaanlage und das Druckausgleichssystem an Bord eines Verkehrsflugzeuges mehrfach gesichert, also mit Back-up Systemen ausgelegt.

Wenn der Kabinendruck nicht aufrechtzuerhalten wäre, würden Sauerstoffmasken für Piloten und Passagiere zum Einsatz kommen. Der Pilot würde einen Sinkflug einleiten, um eine tiefere Flugebene unter 10.000 Fuß zu erreichen, in der sich der Druck stabilisiert. Wäre er selbst dazu nicht in der Lage, würde der Autopilot einspringen, wie es vermutlich im Fall des abgestürzten Flugzeuges geschehen ist.

Der Pilot müsste dann versuchen, am nächstgelegenen Flughafen zu landen. Dies ist allerdings nur von Menschenhand möglich - ein Autopilot könnte, so Davoras, kann eine Maschine in einem solchen Fall nicht selbstständig auf den Boden bringen. (dpa/APA)