"Es ist höchste Zeit, in der Diskussion um die Handymasten-Steuer wieder auf die sachliche Ebene zurückzukehren", stellte Niederösterreichs Umweltlandsrat Josef Plank (V) am Montag fest. Die "überaus emotionell geführte Diskussion" führe zu einer Verunsicherung der Bevölkerung. Unerfreulich Plank: "Vor allem die Ankündigung der Mobilfunkbetreiber, dass aus Kostengründen die Netzversorgung in den ländlichen Gebieten leiden würde, gießt weiter Öl ins Feuer - zumal laut Aussagen der Netzbetreiber am Land eine Bündelung der Masten nicht möglich sei." Es sei jedoch eine Tatsache, dass in den ländlichen Gebieten Niederösterreichs 78 Prozent der Funkmasten allein stehen, also nur jeweils einem Netzbetreiber dienen. "Da ist es wohl an der Zeit, eine Bündelung und Konzentration auf gemeinsame Standorte zu fordern, ohne dass die Netzversorgung darunter leiden muss", so Plank. Anstatt darüber nachzudenken, wie die Preise erhöht und die Kunden zur Kassa gebeten werden könnten, sollten die Netzbetreiber endlich mit einer umweltgerechten, das Landschafts- und Ortsbild schonenden Bündelung der Funkstationen beginnen, forderte der Landesrat. So würden etwa im Bezirk Gmünd nur 19 von insgesamt 86 Mastenstandorten gemeinsam genutzt: "Wildwuchs in 78 Prozent der Fälle." (APA)