Die Datenbank der Cochrane Collaboration wurde 1993 gegründet. Benannt wurde sie nach dem britischen Epidemiologen Sir Archibald Leman Cochrane, der seit seinem Buch "Effectiveness and Efficiency - Random Reflections on Health Services" (1972) als Vater der Evidenzbasierten Medizin (EbM) gilt. Ziel der Vereinigung: die aktuellsten und wichtigsten Informationen im Gesundheitsbereich auszuwerten und zu veröffentlichen. Die verfügbaren Studien werden dabei kritisch, mittels evidenzbasierter Methoden, auf ihren Nachweis geprüft: Zu finden sind systematische Übersichtsarbeiten seit 1992 wie auch Register mit Zitaten klinischer Studien. Die Datenbank wird elektronisch verbreitet und vierteljährig aktualisiert. Da der Patienten nach EbM eine wichtige Rolle spielt, gibt es zu jeder Übersichtsarbeit eine frei zugängliche, für Laien verständliche Kurzfassung. Die Übersichtsarbeiten werden derzeit von rund 50 international besetzten Collaborative Review Groups (CRG) erstellt, zu denen Forscher, Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Ärzte und Patienten gehören. (emu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16. 8. 2005)