45 Jahre nach der Ermordung von drei jugendlichen Campern in Finnland ist am Dienstag in Espoo der Prozess gegen das vierte Mitglied der Gruppe eröffnet worden. Der heute 63-Jährige hatte über vier Jahrzehnte als viertes Opfer und einziger Überlebender des grausigen Verbrechens gegolten. Dann kamen Kripospezialisten nach systematischen DNA-Analysen von allen Blutspuren zu dem Schluss, dass nur er der Täter gewesen sein konnte. Der jetzige Angeklagte war am 5. Juni 1960 als 18-Jähriger mit einem gleichaltrigen Freund und zwei 15 Jahre alten Mädchen zum Zelten an der Küste nahe der Ortschaft Bodom bei Helsinki gefahren. Tags darauf wurden die Leichen von drei Jugendlichen sowie der durch Messerstiche schwer verletzte Überlebende gefunden. Die Polizei fahndete über Jahrzehnte vergeblich nach einem offenbar spurlos verschwundenen Unbekannten. (APA/dpa)