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Foto: AP/LEFTERIS PITARAKIS
London - Die Zahl der alkoholbedingten Todesfälle ist in Großbritannien in den vergangenen fünf Jahren um fast ein Fünftel gestiegen. Seit 2000 sei eine Zunahme um 18 Prozent zu beobachten, heißt es in einer Studie des Nationalen Statistikbüros. Im vergangenen Jahr wurden demnach in England und Wales 6.544 Todesfälle gezählt, bei denen Alkohol als hauptsächliche Todesursache galt. Im Jahr 2000 waren es noch 5.525 Menschen, die an alkoholbedingten Lebererkrankungen und Alkoholvergiftungen starben.

Die Zahlen derer, die an alkoholbedingten Krankheiten sterben, dürfte nach offiziellen Angaben aber deutlich höher sein als in der am Montag veröffentlichten Studie angegeben. Der Gruppe Alcohol Concern zufolge trinken rund acht Millionen Briten - das sind 13 Prozent der Bevölkerung - mehr als gesundheitlich vertretbar wäre. Die Menge Alkohol, die landesweit getrunken wird, stieg demnach in den vergangenen 50 Jahren stetig an. Exzessives Trinken kostet die Regierung pro Jahr etwa 29,4 Milliarden Euro an Ausgaben für Polizei und Gesundheitswesen.

Für den exzessiven Alkoholkonsum wird auch die frühe Sperrstunde in Großbritannien um 23.00 Uhr verantwortlich gemacht. Viele Gäste trinken unmittelbar davor in kurzer Zeit viel Alkohol und drängen dann auf die Straßen, wo es immer wieder zu Auseinandersetzungen kommt. Im November tritt ein neues Gesetz in Kraft, das die Sperrstunde aufhebt. Bisher haben etwa 90 Prozent der landesweit 60.000 Pubs eine Ausweitung ihrer Öffnungszeiten beantragt. (APA/AP)