Stockholm - Die Liebe der schwedischen Pastorin Sonia Nybom zum Boxen findet ein geteiltes Echo in ihrer Kirchgemeinde. Im Rundfunk sagte die junge Theologin aus Falun am Mittwoch, sie stoße damit auf "Stirnrunzeln, aber auch Zustimmung und Heiterkeit". Einige Gemeindemitglieder befürchteten, sie müsse ihre Predigt eines Tages mit einem blauem Auge halten. Beim Training mit der Damenmannschaft des BK Stora Stöten, stehe "physisches Training" im Vordergrund, sagte Nybom. Nur einen geringen Teil der Zeit werde aufeinander eingeschlagen. Mit dem Gebot der Nächstenliebe hält Nybom das Boxen durchaus für vereinbar, weil "erhöhtes Körperbewusstsein auch zu mehr Sensibilität für den Nächsten" führe. Die Pastorin bestritt, dass Konflikte in der Gemeinde sie für den Kampfsport motiviert hätten. Am Sonntag wird die Pastorin vor der Stefans-Gemeinde über die Osterbotschaft predigen - im Talar und ohne Handschuhe. (APA)