Der australische Staat will sich von seiner milliardenschweren Mehrheitsbeteiligung an dem Telekom-Riesen Telstra trennen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf werde in zwei Wochen in das Parlament eingebracht, damit der Verkauf voraussichtlich im nächsten Jahr stattfinden könne, sagte Regierungschef John Howard am Mittwoch.

51,8 Prozent des Telekom-Unternehmens sind noch in staatlicher Hand: Das entspricht einem Wert von 30 Mrd. australischen Dollar (rund 18,7 Mrd. Euro).

Regierungschef Howard hatte die umstrittene vollständige Privatisierung von Telstra bereits nach seinem ersten Wahlsieg vor fast zehn Jahren auf die Agenda gesetzt. "Es ist absurd und kontraproduktiv für eine Regierung, mehr als die Hälfte an dem größten Unternehmen in Australien zu halten", sagte Howard nun vor Journalisten.

Die aktuellen Regierungspläne sehen vor, dass aus den Erlösen 1,1 Mrd. Australische Dollar für den Ausbau des Breitband-Netzes und weitere zwei Mrd. Australische Dollar für die Versorgungssicherheit in ländlichen Gebieten ausgegeben werden.(APA)