Die Sozialpartner üben massive Kritik an der niederösterreichischen Handymasten-Steuer, die ab Anfang 2006 in Kraft treten soll. "Die Handymastensteuer ist die Negativ-Innovation des Jahres. Diese Steuer ist schlecht für den Wirtschaftsstandort", sagte Leitl laut Vorabbericht in einem Interview mit dem Wochenmagazin "News". "Diese Steuer ist wirtschaftspolitisch völlig verfehlt", meint auch Arbeiterkammer-Chef Herbert Tumpel.

Weniger

Die Steuer führe "zu weniger Investitionen in die Infrastruktur und weniger Investitionen bedeuten auch eine Bedrohung von Arbeitsplätzen", so Tumpel. Der Präsident der Arbeiterkammer befürchtet zudem deutliche Verschlechterungen der Handynetzqualität und Preiserhöhungen für die Handykunden. "Die Steuer geht zu Lasten einer schlechteren Versorgung im ländlichen Raum. Die Zeche zahlen die Konsumenten", so Tumpel.

WKÖ-Präsident Leitl warnte in "News" eindringlich vor negativen Folgen der niederösterreichischen Sonderabgabe: "Investoren brauchen ein Gefühl des Vertrauens. Wir sollten die Türen öffnen und nicht zuschlagen. Die Handymastensteuer ist ein Sündenfall wider die wirtschaftliche Psychologie."

"Die Handymasten-Steuer ist blanker Unsinn", sagte Leitl auch in einem "Presse"-Interview. Er fürchte, "dass man uns jenseits der Grenzen verlacht".(APA)