London - Die Familien von 17 im Irak getöteten, britischen Soldaten fechten vor einem Londoner Gericht die Rechtmäßigkeit des Krieges an. Ihr Ziel ist eine unabhängige Untersuchung darüber, ob die Invasion im Irak im Frühjahr 2003 unter Führung der USA im Einklang mit dem Völkerrecht stand. Die Anwälte der Familien reichten am Mittwoch die Klageschrift beim High Court ein. Das Gericht muss sich zunächst mit der Frage befassen, warum die britische Regierung von Premierminister Tony Blair eine Untersuchung zu einen möglichen Verstoß gegen das Völkerrecht bisher abgelehnt hat. Eine Anhörung über die Klage soll noch vor Ende des Jahres stattfinden. Die Regierung in London sieht den Irak-Krieg durch eine Reihe von Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates gerechtfertigt. (APA/AP)