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Der Lake Michigan vor Chicago

Foto: APA/EPA
London - Die Klimaerwärmung lässt das Eis auf den großen Seen Nordamerikas jedes Jahr früher schmelzen. Das haben US-Forscher herausgefunden, die das Einsetzen des ersten Tauwetters in den größten Süßwasserreservoirs der Welt seit 1846 verglichen. Sie hatten 61 Seen in den Bundesstaaten Minnesota, Wisconsin, Michigan, New York und Ontario im Visier und stellten fest: Auf 56 davon taute das Eis immer früher - im Durchschnitt zwei Tage pro Dekade, schreibt das britische Fachblatt "New Scientist". Generell sei eine Tendenz zu früherem Tauwetter seit 1846 zu verzeichnen, berichteten Barbara Benson von der University von Wisconsin in Madison und Kollegen jüngst auf einer Konferenz der Amerikanischen Ökologengesellschaft in Montreal (Kanada). Dieses Tempo habe sich jedoch seit 1975 verdreifacht. Seitdem sei der Eisbruch zum selben Datum pro Dekade etwa 100 Kilometer nach Norden gewandert, sagte Benson. Von 1975 bis 2004 hat sich die globale Durchschnittstemperatur um 0,4 Grad Celsius erhöht.(APA/dpa)