Keine Mühe scheute eine Einbrecherbande, die in den vergangenen zwei Monaten in Wien ihr Unwesen getrieben hat: Vier Männer stemmten Wände zu Trafiken durch und räumten ein Bekleidungsgeschäft sowie Wohnungen aus. Insgesamt verursachten sie 160.000 Euro Schaden.

Wände durchbrochen

Bis zu vier Stunden dauerte es, die Wände zu durchbrechen, berichtete Oberstleutnant Gerhard Mohr von der Gruppe Irschik im Kriminalkommissariat Nord am Donnerstag. Um möglichst unbemerkt agieren zu können, gingen sie immer von leer stehenden Wohnungen oder Fahrradräumen aus. Anschließend räumten sie Zigaretten, Parkscheine und das Wechselgeld aus. Insgesamt suchten die Männer zwölf Trafiken quer durch Wien heim.

Einbruch in Privatwohnungen

Durch einen Tipp konnten die Ermittler den Aufenthaltsort der Männer eruieren. Als die Polizei die Verdächtigen in einer Wohnung festnahm, fanden sie 2.000 Stangen Zigaretten.

Neben den Trafikeinbrüchen sollen sie auch mindestens 15 Privatwohnungen ausgeräumt haben. Ihr letzter Einbruch gelang ihnen am Samstagabend: Auf der gut frequentierten Kärntner Straße in der Innenstadt drangen sie in ein Bekleidungsgeschäft ein. (APA/red)