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Das Biennale-Plakat 2005

Foto: APA/EPA
Rom - Die 62. Internationalen Filmfestspiele von Venedig (31. August bis 10. September) stehen im Zeichen strenger Sicherheitsvorkehrungen zur Vorbeugung von Terroranschlägen. Gäste und Journalisten werden beim Betreten des Lido, wo die Veranstaltung stattfindet, strengen Kontrollen unterzogen, Taschen und Rucksäcke durch Metalldetektoren laufen. Spürhunde sollen auf der Suche nach Sprengkörpern eingesetzt werden, berichteten die Organisatoren.

Taucher werden die Gewässer um den Lido kontrollieren, Scharfschützen auf den Dächern für die Sicherheit der VIPs sorgen, die in Venedig erwartet werden. "Wir wollen scharfe Kontrollen garantieren, zugleich aber die Unannehmlichkeiten für unsere Gäste aufs Minimum reduzieren", sagte der Präsident der Biennale von Venedig, Davide Croff, im Interview mit der römischen Tageszeitung "La Repubblica".

"Wir erleben keine feierliche Phase"

"Auch dieses Jahr wird es Stars und Partys geben, Exzesse sollen jedoch vermieden werden. Wir erleben keine feierliche Phase", betonte Croff. Er versicherte, dass organisatorische Probleme, die im vergangenen Jahr das Festival getrübt hatten, gelöst worden seien.

Die 62. Internationalen Filmfestspiele von Venedig stehen ganz im Zeichen Europas: 14 der 19 Wettbewerbsfilme sind europäische Produktionen oder Koproduktionen. Stars im Kampf um den Goldenen Löwen sind allerdings auch Hollywood-Schauspieler George Clooney als Regisseur mit "Goodnight and Good Luck" und Ex-Monty-Python Terry Gilliam mit "The Brothers Grimm", einem Abenteuerfilm auf Grundlage der Gebrüder- Grimm-Märchen. Österreich ist zwar nicht im Wettbewerb, aber mit einer Dokumentation von Michael Glawogger in einer Nebenschiene vertreten.

Croff bestritt Berichte, nach denen der italienische Regisseur Roberto Benigni seinen neuen Film "Der Tiger und der Schnee" vorstellen wird. "Wir hätten Benigni gern als Gast gehabt, sein Film ist jedoch noch nicht fertig", sagte der Präsident der Biennale. (APA)