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Wien - Eine neue Heimstätte für die "Wiener Schule des Phantastischen Realismus" soll bis zum Frühjahr 2007 in den so genannten Paradiesgründen im Wiener Stadtteil Hütteldorf entstehen. "Paradiso" nennt sich das 35 Millionen Euro schwere Projekt eines Kulturparks mit Museum, das eine Privatstiftung der Ernst Fuchs-Söhne Stephan Messner-Nagy und Michael Messner gemeinsam mit der Hypo Alpe-Adria-Bank finanziert. Am Freitag wurde das Projekt in Wien präsentiert.

Auf einem 10.000 Quadratmeter großen Grundstück, zu dem die Privatstiftung für 30.000 Euro jährlich das Baurecht von der Gemeinde erworben hat, sollen das Museum, ein Atelier mit Künstlerwohnungen und eine Akademie entstehen, entworfen von dem Tiroler Architekten Kurt Riebler. In die Anlange in der Hüttelbergstraße 22, in unmittelbarer Nachbarschaft der von Ernst Fuchs zum Privatmuseum umgebauten Otto Wagner-Villa, sollen jährlich mindestens 80.000 Gäste kommen und eine Dauerausstellung, in der Arbeiten von Künstlern wie Arik Brauer, Rudolf Hausner, Wolfgang Hutter und Ernst Fuchs gezeigt werden, wie auch Themen- und Wanderausstellungen besuchen, damit sich das Projekt rechnet. "Realistischer" seien aber 140.000 Besucher, so Messner-Nagy, schließlich kämen schon zur Privatmuseum von Fuchs jährlich rund 40.000 Gäste, "ohne Marketing und Werbung".

Finanzierung

Rund 25 Millionen Euro des Budgets kommen von der Stiftung, den Rohbau aber finanziert die Hypo Alpe-Adria-Bank. Wie Gernot Rumpold, der als Pressesprecher des Projekts fungiert, erklärte, dass die Idee zu dem Vorhaben von Ernst Fuchs und Bürgermeister Michael Häupl stammt, der auch zur Spatenstichfeier am 25. August erwartet wird.

Der für die künstlerischen Belange zuständige Milan Benedikt Vukovich, wie die Fuchssöhne Vorstand der Privatstiftung, hält den "Zeitpunkt für gekommen, dass gedankliche Ausgangspunkte der 1960er Jahre für neue Visionen aufbereitet werden". Fuchs und der "Phantastischen Realismus" werde eine Revival erleben, prognostizierte Vukovich.

Die Stadt Wien ist zwar finanziell nicht am Projekt beteiligt, doch die Stiftungsvorstände erwarten sich die Unterstützung in Marketing und Bewerbung des Museums- und Erlebniszentrums durch die Stadt, wie Messner-Nagy erklärte. Der Park mit Naherholungscharakter ist bei freiem Eintritt zu besuchen, eine Picknick- und Rodelwiese sowie ein "phantastischer" Kinderspielplatz sind geplant.(APA)