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Die Pforte zum Glück.

Foto: Archiv
Linz/Liverpool - Das österreichische Fußball-Talent Besian Idrizaj ist seit Montag Profi beim Champions-League-Sieger FC Liverpool. Der 17-Jährige wechselt vom oberösterreichischen Red-Zac-Erstligisten LASK Linz zum englischen Rekordmeister und erhält dort einen Zweijahresvertrag. Idrizaj und Liverpool hatten sich bereits geeinigt, am Montagabend gab es auch die Freigabe vom LASK.

Um genau 18:29 Uhr österreichischer Zeit unterzeichnete der österreichische U19-Teamspieler an der berühmten Anfield Road den von ihm heiß ersehnten Kontrakt. Idrizaj, der von den Liverpool-Scouts aufgespäht worden war, hatte die "Reds" bei seinem Probetraining überzeugt und darf nun ab sofort im Profikader von Manager Rafael Benitez mittrainieren. Mit Starkickern wie Dudek, Hyypiä, Garcia, Kewell, Gerrard, Alonso, Cisse, Morientes, Zenden oder Hamann.

Sein Manager Jürgen Werner, der in den vergangenen Wochen intensiv die Fäden gezogen hatte, meinte nach dem Deal: "Es ist ein Vertrag auf zwei Jahre vereinbart worden, nachdem auch alle vom LASK geforderten Vertragspunkte zu einem positiven Verhandlungsergebnis gebracht werden konnten. Es handelt sich um einen Staffelvertrag, bei dem die erste Rate sofort fällig wird. Weitere Raten für den LASK richten sich nach der Intensität der Einsätze von Besian."

Während Idrizaj, dessen Vorfahren aus Bosnien stammen, und Werner bereits in der Beatles-Stadt weilten, hatten die Linzer am Montagabend den "Fall Idrizaj" im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung noch einmal besprochen. Dabei ging es nicht nur um den schmerzhaften Verlust eines hoffnungsvollen Talentes, sondern auch um Vertragsdetails. "Zwei Punkte wurden klar gestellt, dann haben wir die Freigabe erteilt", meinte LASK-Boss Peter-Michael Reichel.

Bei den offen gewesenen Punkten handelte es sich um zwei Klauseln, die schlussendlich den LASK-Wünschen entsprachen. Für den Fall, dass sich Idrizaj bei den "Reds" nicht durchsetzt, bekommt der LASK den Youngster mit Vertragsende ablösefrei zurück. Sollte der rot-weiß-rote Nachwuchs-Teamspieler hingegen "einschlagen", sind die Linzer im Erfolgsfall finanziell beteiligt.

Reichel sieht den Abgang mit gemischten Gefühlen. "Einerseits ist es uns schon sehr schwer gefallen. Andererseits: Wie oft wechselt ein Österreicher zum Champions-League-Sieger?" Idrizaj-Manager Werner von der "StarFactory" meinte: "Jetzt liegt es an ihm, aus dieser Chance etwas zu machen." Realistisch ist, dass sich Idrizaj zunächst einmal im Reserveteam der "Reds" an die große Premier League heranschnuppert. (APA)