Wien - Die Strafanzeige gegen Wiens Bürgermeister Michael Häupl in Sachen Feinstaub ist von der Staatsanwaltschaft zurückgelegt worden. Das berichtete der SPÖ-Rathausklub am Freitag. Die Umweltorganisation Global 2000 hatte wegen angeblich "unerlaubt hoher" Feinstaubwerte in Wien diese Anzeige eingebracht.

Die "völlig unhaltbaren Anschuldigungen" seien von der Staatsanwaltschaft "klar zurückgewiesen" worden, freute sich SP-Rathausklubchef Christian Oxonitsch. Damit, folgerte er, sei auch belegt, dass die Stadt Wien längst und sehr aktiv gegen den Feinstaub vorgehe.

Global 2000 fordert Fahrverbote

Global 2000 sieht dies naturgemäß anders: Das Maßnahmenpaket der Stadt greife zu kurz. Die Umweltorganisation fordert weitere Schritte - etwa temporäre Fahrverbote bei hoher Feinstaubbelastung sowie ein Tempolimit von 30 km/h im untergeordneten Straßennetz.

Auch in Graz ist eine ähnlichen Anzeige zurückgelegt worden. Ein Arzt hatte sie wegen angeblicher massiver Gesundheitsgefährdung aufgrund der überhöhten Feinstaubwerte gegen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und Umweltlandesrat Johann Seitinger (beide ÖVP) eingebracht. (APA, DER STANDARD Printausgabe, 20./21.08.2005)