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Foto: Reuters/Sagolj
New York - Die US-Rüstungsindustrie kann sich als Gewinner des "verteidigungsfreudigen" Präsident Bush sehen. Der Verteidigungshaushalt der US-Regierung dürfte sich laut einem Bericht der Deutschen Presseagentur 2006 auf Rekordwert von 441 Milliarden Dollar erhöhen (Deutschland investiert zum Vertgleich 24 Milliarden). Hinzu dürften rund 50 Mrd. Dollar Bewilligungen für den Irak und Afghanistan kommen. Die steigenden Ausgaben des Pentagon, der Bedarf an Ausrüstung in Irak und Afghanistan sowie der "Krieg gegen den Terror" - der Heimatland-Sicherung - lassen die Kassen von Lockheed Martin, Boeing, Northrop Grumman, Raytheon und General Dynamics sowie den Mischkonzernen Honeywell und United Technologies mit ihren großen Rüstungssparten gut verdienen. Ein Ende der soliden Entwicklung ist nicht abzusehen.

Der größte US-Rüstungskonzern Lockheed Martin ist bei gesicherten Computersystemen der führende Anbieter. Lockheed ist auch stark bei der Raketenabwehr, integrierten elektronischen Kampfsystemen und militärischen Raumfahrtprogrammen. Der Halbjahresumsatz legte auf 17,8 (17,1) Mrd. Dollar und der Gewinn um 41 Prozent auf 830 Mio. Dollar zu. Boeing, der nach Airbus zweitgrößte Verkehrsflugzeug-Produzent der Welt, ist gleichzeitig zweitgrößter US-Rüstungskonzern. Der Halbjahresumsatz erhöhte sich um acht Prozent auf 27 Mrd. Dollar. Die Boeing-Rüstungssparte verbuchte im Jänner-Juni-Abschnitt einen Umsatz von 15,3 Mrd. Dollar, plus fünf Prozent.

Northrop Grumman baut Kriegsschiffe, Militärflugzeuge und ist in der Informationstechnologie sowie in der Raumfahrt aktiv. Der Halbjahresumsatz gab leicht auf 13,4 (13,9) Mrd. Dollar nach. Der Halbjahresgewinn erhöhte sich auf 776 (534) Mio. Dollar. Das auf Rüstungselektronik und -systeme konzentrierte US- Unternehmen Raytheon steigerte den Halbjahresumsatz um acht Prozent auf 10,4 Mrd. Dollar und den Gewinn massiv von 20 Mio. Dollar auf 367 Mio. Dollar. Der Kriegsschiff-, Panzer- und Munitionsanbieter General Dynamics steigerte seinen Halbjahresumsatz um 7,9 Prozent auf zehn Mrd. Dollar und den Gewinn um 19,7 Prozent auf 681 Mio. Dollar. (dpa/red)