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"Dass sie mit Lok mithalten können, haben sie in Wien in der zweiten Hälfte gezeigt"

Foto: Reuters/Ebenbichler
Wien - Geht es nach Stanislaw Tschertschessow, dann hat Rapid trotz des 1:1 im Hinspiel in Wien gute Chancen, am Dienstag in Moskau die Drittrunden-Quali-Hürde Lok zu nehmen und in die Fußball-Champions League einzuziehen. "Rapid hat genügend Potenzial, um das zu schaffen", meinte der Wacker-Trainer, der in seiner aktiven Zeit 1988 im Lok-Tor gestanden und von 1984 bis 1988 sowie von 1989 bis 1993 beim Stadtrivalen Spartak engagiert war.

Der 51-fache russische Teamgoalie sieht in dem Hinspiel-Resultat sogar einen Vorteil für Rapid. "Das 1:1 ist besser als ein 2:1-Sieg für die Rapidler. Denn in diesem Fall hätten sie das 0:0 verteidigen müssen, und ich bin mir nicht sicher, ob ihnen das gelungen wäre", vermutet Tschertschessow. So aber seien die Hütteldorfer zur Initiative gezwungen. "Sie müssen gewinnen, und das ist gar nicht so schlecht, weil die Rapidler eine freche Mannschaft sind, die gut Fußball spielen kann. Dass sie mit Lok mithalten können, haben sie in Wien in der zweiten Hälfte gezeigt."

Die Russen werden mit der gleichen Taktik wie schon im Hanappi-Stadion einlaufen, vermutet Tschertschessow. "Angreifen liegt ihnen nicht. Sie wissen, dass Rapid kommen muss und werden auf Konter spekulieren", sagte Tschertschessow, der aus seiner Lok-Zeit noch einige Klub-Mitarbeiter kennt.

Wem seine Sympathien gehören, will der Tirol-Trainer erst gar nicht verhehlen. "Ich bin Russe, und daher drücke ich Lok Moskau die Daumen", sagte Tschertschessow. (APA)