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Foto: AP/Scheiner
Riad - Was in Österreich derzeit ganz sicher nicht notwendig ist, soll in Saudiarabien schon bald Wirklichkeit werden: künstlicher Regen. Das Projekt, von dem alle Provinzen des größten Staates der arabischen Halbinsel profitieren sollen, wird nach Medienberichten vom Montag in der Anfangsphase 75 Millionen Rial (rund 16 Millionen Euro) kosten und noch vor Jahresende beginnen. Es wird von amerikanischen Experten begleitet.

Um Wolken, die Niederschläge bringen könnten, dies aber nicht tun, zum "Abregnen" zu bringen, werden sie aus Flugzeugen mit so genannten Impfkristallen besprüht. Daran kondensiert der Wasserdampf und bildet Regentropfen. Voraussetzung für die verschiedenen nach wie vor nicht völlig ausgereiften Methoden des Regenmachens ist allerdings, dass es in der Region überhaupt Regenwolken gibt, was in einigen saudiarabischen Provinzen oft nicht der Fall ist.

Eines der trockensten Länder der Erde

Wie die Zeitung "Arab News" am Montag unter Berufung auf die staatliche Umweltbehörde berichtete, waren in der Provinz Asir, in der es die größten landwirtschaftlichen Flächen des Landes gibt, bereits 60 Prozent des Regens künstlich erzeugt worden.

Der Wüstenstaat Saudiarabien zählt zu den trockensten Ländern der Erde. Im Königreich fallen jährlich durchschnittlich nur 100 Millimeter Regen pro Jahr. Zum Vergleich: In Hamburg sind es rund 770 Millimeter. Deshalb investiert das Land auch schon seit Jahren kräftig in die Meerwasserentsalzung. (APA/dpa)