Wien - Heimische Wertpapierexperten rechnen im Vorfeld der für Mittwoch, erwarteten Halbjahreszahlen des börsenotierten Kartonerzeugers Mayr-Melnhof mit schwächeren Ergebnissen. Im Durchschnitt sehen die Analysten der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA), Erste Bank und Raiffeisen Centrobank (RCB) einen Umsatz von 712,9 Mio. Euro nach 709 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Für das EBIT werden 72,1 (nach 75,9) Mio. Euro erwartet. Das EBITDA wird auf 117,5 (nach 122,3) Mio. Euro geschätzt. BA-CA-Experte Jens Zimmermann schreibt seinen geringen Schätzwert dem starken Preis- und Margendruck zu, welcher wiederum aus der weiterhin schwachen Nachfrage, vor allem im asiatischen Raum, resultiere.

Die Erste Bank sieht nach einer schwächeren Kapazitätsauslastung und zurückhaltender Nachfrage im ersten Halbjahr weiterhin ein schwieriges Marktumfeld für Mayr-Melnhof. Ihre Anlageempfehlung lautet derzeit "kaufen" bei einem Kursziel von 160 Euro. Die RCB bewertet die Mayr-Melnhof-Aktie mit "Neutral" bei einem Kursziel von 120 Euro. Die BA-CA rät zu "hold" bei einem Kursziel von 110 Euro.

Am Montag gegen 12:15 Uhr notierte der Titel an der Wiener Börse bei 123,00 Euro, einem Plus von 0,82 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss. (APA)