Bogota - Der kolumbianische Präsident Alvaro Uribe hat im Konflikt mit den linksgerichteten Rebellen im Lande ein Vermittlungsangebot der katholischen Kirche akzeptiert. Wie Innenminister Sabas Pretelt am Dienstag mitteilte, will der ranghöchste Geistliche Kolumbiens, Monsignor Luis Augusto Castro, nunmehr mit Guerillaführern in Kontakt treten, um die Chancen für einen neuen Waffenstillstand auszuloten.

Es handelt sich um die erste derartige Initiative seit dem Zusammenbruch der bilateralen Friedensgespräche im Februar 2002. Bevor der Friedensprozess fortgesetzt werden könne, müssten die Feindseligkeiten seitens der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) aufhören, betonte Pretelt.

Verhärtete Position

Dies würden die Geistlichen klarstellen und auf eine Abschwächung der verhärteten Position der Rebellen dringen. Die FARC reagierte zunächst nicht auf die Ankündigung. Die Organisation hat für ihre Anhänger Schutzgebiete im Südwesten des Landes gefordert, was die Regierung kategorisch ablehnt.

Der Konflikt zwischen linksgerichteten Rebellen einerseits und Regierungstruppen sowie rechtsgerichteten paramilitärischen Einheiten andererseits kostet jedes Jahr in Kolumbien gut 3.000 Menschen das Leben. (APA/AP)