Chicago - Rund drei Viertel der US-Amerikaner gehen nach einer Umfrage davon aus, dass das Militär gelegentlich die Öffentlichkeit in die Irre führt. Diese Meinung hätten 77 Prozent der Befragten geäußert, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie der Stiftung McCormick Tribune und des Meinungsforschungsinstituts Gallup. 60 Prozent der Befragten fühlten sich zudem zu schlecht informiert, um fundierte Entscheidungen über militärische Angelegenheiten zu treffen. Die Stiftung führte die Ergebnisse auf die Unzufriedenheit mit der Debatte vor dem Beginn des Irak-Krieges im Jahr 2003 zurück. Damals argumentierte das US-Verteidigungsministerium unter anderem, der irakische Präsident Saddam Hussein verstecke Massenvernichtungswaffen. Diese wurden aber nie gefunden. Noch 1999 hatten der Stiftung zufolge in einer ähnlichen Umfrage 77 Prozent angegeben, sie fühlten sich vom Militär gut informiert. Inzwischen seien es nur noch 54 Prozent. Für die repräsentative Studie wurden nach Angaben der Initiatoren zwischen dem 31. Mai und 16. Juni 1016 Erwachsene befragt. (APA/Reuters)