"Wann hat man als Normalsterbliche schon die Chance, an einer WM teilzunehmen?" - Luftgitarristin Heidi Leitner

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Offiziell wollte vor dem Abflug niemand über Medaillen sprechen. Aber so schlecht dürften die Chancen nicht stehen, dass Österreich ab Sonntag einen Weltmeister - oder eine Weltmeisterin - mehr hat. Schließlich sind in der Reisegruppe (Pardon: "offizielle Delegation") die sich am Mittwoch von Wien aus auf den Weg nach Finnland machte, nicht nur Bewerber um den Titel in einer, sondern gleich in zwei WM-Disziplinen: Am Freitag findet in Oulu die WM im Luftgitarrespielen statt, tags darauf in Savonlinna die Handyweitwurf-WM. Österreich wird heuer beim Luftgitarre-Wettstreit erstmals von einer Frau vertreten: "Am Anfang hab ich es nicht ernst genommen - aber wann hat eine Normalsterbliche schon die Chance, an einer WM teilzunehmen?", erklärt Staatsmeisterin Heidi Leitner - und hoffte, dass Vizestaatsmeisterin Stefanie Engetsberger heute, Donnerstag, über die Hoffnungsrunde das Finale erreicht. Wie viele Österreicher am Samstag dann bei der Handyweitwurf-WM antreten werden, ist noch nicht klar: Fix dabei sind der im Vorjahr (nach eigenen Angaben) nur durch eine fiese Manipulation an seinem Wurftelefon um den Sieg geprellte Wiener Micky Klemsch sowie der Linzer Robert Danninger. Ob Österreichs Luftgitarristinnen ebenfalls Telefone werfen werden, stand zu Redaktionsschluss noch nicht ganz fest - ein nordischer Doppeltitel wäre dann allerdings im Bereich des Möglichen. (DER STANDARD-Printausgabe, 25.08.2005)