Innsbruck/Wien - Kate Allen entflieht zur optimalen Vorbereitung auf die Ironman-WM auf Hawaii dem derzeit rauen Klima in den Tiroler Bergen und wird sich fünf Wochen lang in der Sonne auf Zypern schinden. Die Triathlon-Olympiasiegerin und ihr Ehemann, Manager und Trainingspartner Marcel Diechtler legen das Hauptaugenmerk auf Rad- und Schwimmtraining. "Es war nicht geplant, ins Ausland zu fahren, aber zum draußen schwimmen ist es zu Hause derzeit definitiv zu kalt, und die Hallenbäder in Innsbruck haben geschlossen", sagte Allen.

Mit dem Sieg beim Ironman in Klagenfurt Anfang Juli hat sich die gebürtige Australierin für Hawaii qualifiziert ("Im Nachhinein betrachtet war aus dem Training heraus keine bessere Zeit drinnen"), die WM am 15. Oktober in Kailua Kona auf Big Island ist erst ihr dritter Wettkampf nach dem Gewinn der Olympia-Goldmedaille vor auf dem Tag genau einem Jahr (25. August 2004) in Athen auf der olympischen Triathlondistanz. Der Ironman geht hingegen über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen.

Ob es sich heuer für den Weltmeistertitel ausgehen wird, bezweifelt die 35-Jährige aber. "Ich glaube, die Vorbereitungszeit dafür war zu kurz. In bin in einer guten Form, doch ich werde nicht in der Form sein, die ich mir erwartet hätte. Ich denke, ich muss für den Sieg wohl noch ein Jahr warten. Aber es sollte ein gutes Rennen werden, und unter die ersten Drei kann ich sicher kommen", bremst Österreichs Sportlerin des Jahres allzugroße Erwartungen, nimmt sich aber nicht gänzlich aus der Entscheidung.

Im Trainingslager auf Zypern sollte Kate Allen optimale Bedingungen vorfinden. "Das Schweizer Team war vor den Olympischen Spielen öfters in dieser Gegend, und Gerrit Glomser hat uns ebenfalls versichert, dass es dort gute Möglichkeiten gibt", sagte die Wahltirolerin. Vor allem kann sie dort im Meer schwimmen, wie es auch bei der WM verlangt wird, und allein dafür lohnt der Trip schon.(APA)